Weiße Biotechnologie

TUM, Fakultät Chemie
Umbau des Technikums für die Weiße Biotechnologie

Projektdaten:
Bauherr:
Freistaat Bayern, Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Projektleitung:
Staatliches Bauamt München 2, Liegenschaftsabteilung L6

Planung und Entwurf:
Staatliches Bauamt München 2, Liegenschaftsabteilung L6
Golling + Preis Architekten, Ausschreibung
Siebenson und Bracher Ingenieure, Tragwerksplanung München
Rücker und Schindele Ingenieure München, Elektro- und HLS

Bauzeit: Dez. 2009 - März 2011
Nutzfläche insgesamt: 381 m2


Beschreibung


Das Forschungszentrum für „Weiße Biotechnologie“ ermöglicht den Forschern den Zugang zu neuen Biokatalysatoren und neuen Bioprodukten. Das Staatliche Bauamt München 2 wurde beauftragt hierfür das bestehende Technikum im Fakultätsgebäude für Chemie grundlegend umzubauen. Die Herausforderung bestand darin, das großvolumige Bestandsvolumen mit einer Grundfläche von rund 16x16m für die erforderliche, spezifische Forschungs- und Büronutzung neu und wirtschaftlich zu strukturieren.

Die Planung sieht im Erdgeschoss den Raum für die gentechnischen Arbeiten in der Sicherheitsstufe S1 vor. In Querrichtung können an vier feststehend installierten Versorgungsmodulen mobile Forschungsgeräte je nach Bedarf angekoppelt werden. Drei höhengestaffelte Bereiche gliedern den Raum in drei unterschiedliche Höhenzonen. Ein Luftraum über alle Geschosse mit insgesamt 9m Raumhöhe dient einerseits der Aufstellung eines Bioreaktors andererseits der Belichtung des erdgeschossigen Labors.


Zusätzlich nimmt der Luftraum die technische Vertikalerschließung der Lüftungsanlage auf. Über dem niedrigeren Teil des Laborbereiches entstanden zwei neue Büroebenen.
Ein neues zentrales Treppenhaus mit Außenzugang erschließt die oberen Geschosse mit einem Seminarraum und mehreren Büroräumen. In allen Ebenen ermöglichen großzügige Verglasungen Blickbeziehungen in den Forschungsbereich im Erdgeschoss.
Über die Nutzung einer bestehenden Brückenanbindung ist die „Weiße Biotechnologie“ zukunftssicher zum Gebäudebestand CH6 über das 2.OG angebunden und bietet die Möglichkeit für weitere Ausbau- und Entwicklungsstufen.
Die Fassaden der Ost-, Süd- und Westseite wurden auf Grund der neuen Gebäudevertikalstruktur neu gestaltet.