TU München Stammgelände - Sanierung von Gebäude 0505

Bauzeit: 2009 bis 2013
Nutzfläche NF 1-7: 7.700 m²




Das 1959 nach Plänen von Franz Hart erbaute Institutsgebäude war hinsichtlich aktueller Energie- und Brandschutzstandards stark sanierungsbedürftig geworden. Hild und K Architekten entwickelten für den Stahlbetonbau mit Fertigteilfassade eine neue Außenhaut, die Bezüge aufnimmt sowohl zur umgebenden Bebauung des TU Stammgeländes als auch zum Bestandsbau selbst.
Die Fassade gliedert sich nun in Brüstungen und Pfeiler, welche die Flucht der vorhandenen Stützen aufnehmen. Ab dem zweiten Obergeschoss schwingen sie in die Ebene der Brüstungen zurück und reagieren so auf die bestehende Stahlbetonkonstruktion. Die maximale Auslenkung der Pfeiler wird in der Höhe leicht variiert. So entsteht im bodennahen Bereich ein starkes Relief, das sich nach oben glättet. Komplett fassadenbündig eingebaut integrieren sich die Fenster optimal in das Wechselspiel von Vorsprung und Fläche. Größe und Achsen bleiben gegenüber dem Vorgängerbau unverändert. Die hinterlüftete Fassade aus tintangrauer Vormauerklinker erfüllt die aktuellen Wärmeschutzanforderungen.
Im Inneren des Gebäudes wurde der sanierungsbedürftige Bestand bis auf das prägnante Stahlbetonskelett rückgebaut und die vorgefundene Gebäudestruktur optisch herausgearbeitet. Die hellen Gelbtöne der Flure, Seminar- und Büroräume nehmen Farben der umgebenden historischen Gebäude auf. Großformatige Fenster unterstreichen die Bezüge von Außen- und Innenraum und sichern die optimale Tageslichtversorgung der Arbeitsplätze. Für ein behagliches Raumklima in den Büroräumen sorgt natürliche, vom Nutzer selbst zu regulierende Fensterlüftung sowie ein integrierter Sonnen- und Blendschutz. Hörsäle, Labore und Besprechungsräume erhalten eine Klimatisierung mit Wärmerückgewinnung.

Bauherr: Freistaat Bayern
Projektleitung: Staatliches Bauamt München 2
Fassaden- und Innenraumplanung Hild und K Architekten, München