Erneuerung Fernwärme und Dampferzeugung

Bauherr:
Freistaat Bayern
Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
und
Staatsministerium des Innern

Projektleitung :
Staatliches Bauamt München 2
Abteilung Maschinenwesen 3

Abteilungsleitung: Frau Sandra Wammetsberger
Projektleitung: Herr Thomas Lieckfeld

Anlagentechnik Wärme und Dampfversorgung, Hackschnitzeldampfkessel:
Arge Rögelein Ingenieure, München

Gebäude: Entwurf:
Staatliches Bauamt München 2
Liegenschaftsabteilung 1
Herr Michael Schmidt

Gebäude und Außenanlagen für Hackschnitzeldampfkessel:
Sehlhoff GmbH Ingenieure+Architekten

Inbetriebnahme: 2012 bis 2013







Ziel der Planung und baulichen Umsetzung zur Heizwärme- und Dampfversorgung war es, ein für das Klinikum der Universität München wirtschaftlich und ökologisch sinnvolles Anlagenkonzept bei hoher Versorgungssicherheit zu erstellen. Eine besondere Herausforderung stellt dabei der Umbau im laufenden Betrieb unter Aufrechterhaltung der Dampf- und Wärmeversorgung dar.

Es ist vorgesehen zur Deckung des Dampfbedarfes für Sterilisation, Befeuchtung, Wäscheverteilzentrum und Küche, sowie zur Notbesicherung der Heizwärme eine ressourcensparende Hackschnitzel-Dampfkesselanlage mit einer Wärmeleistung von 2,0 MW im Grundlastbetrieb einzusetzen. Um eine optimale Ausnutzung des regenerativen Energieträgers Hackschnitzel unter Berücksichtigung des typischen Lastbedarfs des Universitätsklinikums zu erzielen, wurde für die dazu benötigte hydraulische Einbindung der regenerativ befeuerten Hackschnitzel-Dampfkesselanlage von Ingenieurbüro Rögelein eine Dampf-Vorrangschaltung entwickelt.
Die Mittel- und Spitzenlastdeckung erfolgt über drei befeuerte Hochdruck Dampferzeuger mit einer Wärmeleistung von je 6,9 MW. Durch diese Neuanlagen wird künftig ein jährlicher Dampfbedarf von ca. 19.000 MWh gedeckt.

Der Heizwärmebedarf für die statische Gebäudeheizung und Trinkwarmwasserbereitung des Klinikums und der versorgten Institutsgebäude im Nordwesten des Klinikums-Geländes wird über Fernwärme gedeckt. Aufgrund der im Rahmen der Maßnahme erfolgenden Umstellung des Fernwärme-Anschlusses von direkt auf indirekt werden die 29 bestehenden Unterstationen erneuert.
Ergänzend hierzu soll die Grundlastwärmeversorgung zukünftig über ein Blockheizkraftwerk (BHKW), bestehend aus drei Gas-Otto-Motoren (GOM), mit einer Gesamt-Wärmeleistung von ca. 1,68 MW erfolgen. Die maximale Fernwärme-Anschlussleistung beträgt 27 MW.

Durch das im Zuge der Planung entwickelte ökologische Gesamtkonzept werden unter Berücksichtigung der Eingangsvoraussetzungen nach Abschluss der Maßnahme CO2-Einsparungen gegenüber einer konventionellen Dampf- und Wärmeversorgung in Höhe von gesamt ca. 4.900 Tonnen pro Jahr prognostiziert.