Erneuerung der Notstromersatzanlage im Klinikum Großhadern

Im Klinikum Großhadern steht jetzt eine der modernsten und größten zentralen Notstromersatzanlagen Deutschlands.

Bauherr:
Freistaat Bayern
Bayerisches Staatsministerium
für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Projektleitung :
Staatliches Bauamt München 2
Abteilung Elektrotechnik 1

Elektroplanung:
Elcon Elektrotechnik Consult GmbH, Bamberg

Gebäude
Entwurf: Staatliches Bauamt München 2
Liegenschaftsabteilung 1
Architekt: ERNST2-Architekten

Inbetriebnahme: 2011

Krankenhäuser und Kliniken müssen als medizinische öffentliche Einrichtung über eine Notstromersatzanlage verfügen, die in der Lage ist, die Stromversorgung jederzeit zu garantieren. Die bis zu Baubeginn in Betrieb befindliche Anlage stammte noch aus der Bauzeit des Klinikums (1973) und hatte ihre Grenznutzungsdauer erreicht. Auch bot sie nicht mehr die erforderlichen Leistungsreserven, um das neue OP-Zentrum zu versorgen.

Die Analyse des aktuellen und zukünftigen elektrischen Leistungsbedarfs und eine Wirtschaftlichkeitsberechnung führten zu größeren und leistungsstärkeren Aggregaten.
Nach der Sanierung decken heute vier Aggregate jeweils mit einer Nennleistung von 3,2 MVA den Leistungsbedarf des Klinikums und garantieren bei Ausfall des öffentlichen Netzes automatisch in weniger als 15s die Versorgung der wichtigsten Bereiche und Verbraucher. Die Brennstoffversorgung wird durch eine Tankanlage mit 3 x 50.000 Liter Fassungsvermögen sichergestellt.

Da die neuen Notstromaggregate in den Bestandsgebäuden nicht untergebracht werden konnten, wurde ein neues Betriebsgebäude erforderlich. Es wurde als unterirdisches Bauwerk zwischen dem Verbindungsgang U-Bahn (Haupteingang Klinikum) und dem Patientengarten konzipiert und ausgeführt. So ist es gelungen das neue Notstromgebäude ästhetisch und unauffällig in den Baubestand zu integrieren und niveaugleich an die Versorgungsgänge des Klinikums anzubinden.Die Maschinenhalle bietet eine Platzreserve für ein fünftes Aggregat, um die durch die wachsenden Strukturen neu hinzukommenden Gebäude zukünftig zu versorgen.

In Verbindung mit dem Neubau der Notstromersatzanlage wurde auch die zentrale Mittelspannungseinspeisung des örtlichen Versorgungsunternehmens bei laufendem Klinikbetrieb erneuert und die Schutzsysteme nach neuestem Stand der Technik ausgestattet.