Interdisziplinäres Zentrum für Palliativmedizin



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Wenn die Heilung eines Patienten nicht mehr möglich ist, wird der Arzt vom Heiler zum Helfer: Der schwerstkranke Mensch sollte so versorgt werden, dass er die ihm verbleibende Zeit als lebenswert empfindet. Dazu gehört die Bekämpfung von Schmerzen und anderer Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Atemnot oder Verwirrtheit. Psychische, soziale und spirituelle Anliegen rücken ebenfalls in den Vordergrund. Dies ist die zentrale Aufgabe der Palliativmedizin. Die Bezeichnung „Palliativmedizin“ leitet sich vom lateinischen Wort „pallium“ ab, mit der Bedeutung Mantel oder Umhang, und steht für Linderung, Schutz und Wärme.


Bauherr
Freistaat Bayern, gefördert durch die Deutsche Krebshilfe e.V.

Nutzer
Interdisziplinäres Zentrum für Palliativmedizin

Projektleitung
Staatliches Bauamt München 2
Liegenschaftsabteilung 1

Architekt
Entwurf: Staatliches Bauamt München 2
Hochbauabteilung H3.1
Ausführung: Architekturbüro Walter Koch

Gesamtbaukosten: 5,7 Mio. €
Hauptnutzfläche: 1.180 qm
Bauzeit: Oktober 2002 - März 2004

Fotos: Steffen Hartmann, Walter Koch



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Bei dem Neubau handelt es sich um eine zweige-
schossige Aufstockung eines bereits bestehenden Baukörpers im Westen des Klinikums Großhadern.
Im Eingangsbereich des repräsentativen neuen Kopfbaus befindet sich die Wartezone für Angehörige, am östlichen Ende abgeschieden ein Therapieraum. Nach Süden ausgerichtet schließen sich die Patientenzimmer und der Aufenthaltsraum, nach Norden die Untersuchungs-, Dienst- und Personalräume an.
Über Lichtkuppeln im Dach strömt Tageslicht in den Flur und schafft eine wohnliche und behagliche Atmosphäre. An der Südseite ist ebenso wie im Akademiegeschoss ein Balkon in leichter Bauweise vorgestellt, der einen Aufenthalt im Freien auch für bettlägerige Patienten ermöglicht. Analog der umliegenden Bestandsbauten wurde für den Baukörper ein Flachdach vorgesehen. Auf verschiedenen Ebenen präsentiert sich südlich des Gebäudes zusätzlich eine neu gestaltete Gartenlandschaft, die den schwerkranken Patienten sein Umfeld im Bereich eines Krankenhauses vergessen lassen soll.