Bayerischer Landtag - Erweiterungsbau im Nordhof

Bauzeit: 2010 bis 2012
Nutzfläche NF 1-7: 2447 m2


Die dezentrale Unterbringung des Bayerischen Landtags im Hauptgebäude sowie in fünf Außengebäuden und die generelle Raumknappheit erforderten eine Erweiterung auf dem Grundstück des Maximilianeums. Ferner gestaltete sich die Raumverteilung mit der Unterbringung zweier weiterer Fraktionen mit ihren Geschäftsstellen seit der 16. Wahlperiode zunehmend schwierig. Zusätzliche Nutzflächen für den Landtag sollten durch einen Erweiterungsbau im Bereich des Nordhofes realisiert werden. Um dazu Platz zu schaffen mußte der bestehende Saalanbau Nord abgerissen werden. Für den Erweiterungsbau wurde ein Architektenwettbewerb durchgeführt, der nach Überarbeitung durch die vier Preisträger im Juni 2009 zugunsten des Berliner Architekturbüros Leon Wernik Wohlhage entschieden wurde. Bereits im Wettbewerb wurde als Planungsziel vorgegeben, ein energetisch vorbildliches Gebäude - in Anlehnung an den Passivhausstandard für Wohngebäude zu errichten. Der Entwurf sieht einen kubischen Baukörper vor, der einerseits das denkmalgeschützte Ensemble respektiert und andererseits eine bauliche Eigenständigkeit besitzt. Das neue Gebäude besteht aus 6 Ober- sowie 2 Untergeschossen. Im 4. OG ist ein Fraktionssaal untergebracht. Die übrigen oberirdischen Geschosse beinhalten 64 Büros, Besprechungsräume sowie die notwendigen Nebenräume.


Bauherr: Bayerischer Landtag
Projektleitung: Staatliches Bauamt München 2
Architekt: Léon Wohlhage Wernik Architekten, Berlin