LRZ - Zentrum für Supercomputing - (ZfS)


Aktuelle Baustellenbilder (Webcam)

Bild Lageplan

Bauherr
Bayerisches Staatsministerium für
Wissenschaft, Forschung und Kunst

Nutzer
Bayerische Akademie der Wissenschaften
Leibniz-Rechenzentrum

Projektleitung
Staatliches Bauamt München 2
Liegenschaftsabteilung L8

Architekt
Herzog + Partner, Architekten BDA

Tragwerksplanung
Sailer Stepan und Partner
beratende Ingenieure Bauwesen

HLS-Planung
Climaplan GmbH
Ingenieure für Versorgungstechnik

Elektroplanung
IEP, Ingenieure Elektroplanung

Freianlagen
Lex Kerfers Landschaftsarchitekten

Gesamtkosten: 49,2 Mio. Euro
Bauzeit: 10/2009 - 06/2013


Im Jahr 2011 soll am Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) in Garching mit der Installation eines neuen Höchstleistungsrechner (genannt SuperMUC) begonnen werden, der mit einem Beschaffungs-volumen von ca. 132 Mio. Euro zu den leistungs-fähigsten Rechner weltweit zählen wird. Im Verbund mit den Rechenzentren Jülich und Stuttgart wird Garching damit zu einem europäischen Knotenpunkt im Höchstleistungs-rechnen werden und die Stellung des LRZ als bedeutendes und sichtbares Forschungszentrum ausgebaut und gefestigt.

Um die Installation des „SuperMUC“ zu ermöglichen, muss der 2006 fertig gestellte Neubau des LRZ bereits wie geplant erweitert werden.

Das Rechnergebäude wird, entsprechend der Konzeption der Neubauplanungen, funktionsgleich nach Westen zu einem städtebaulichen „Doppelwürfel“ erweitert. Dabei wird die Struktur des Neubaus weitestgehend unverändert fortgesetzt, da sich die interne Organisation des Neubaus als äußerst nachhaltig in der Installationsführung erwiesen hat. Der neue „Doppelwürfel“ wird entsprechend des Bestandes die Funktion des semantischen Zeichens für den Stellenwert der Informatik für die gesamte Wissenschaft übernehmen.
  Zusätzlich benötigte Büroflächen sowie ein neues Visualisierungslabor werden in einem Neubau zwischen dem bestehenden LRZ und der Fakultät für Mathematik und Informatik untergebracht, wobei sich das Visualisierungslabor als „Black-Box“ introvertiert in den entstehenden Freiraum akzentuieren wird. Der Erweiterungsbau wird unterirdisch an den Bestand angebunden.

Die Grundfunktionen Großrechner, Instituts-gebäude, Unterrichtstrakt und Viualisierung bleiben entsprechend der ursprünglichen Konzeption als selbständige Baukörpern sichtbar. Ihre Strukturen entsprechen den Anforderungen an die jeweilige Nutzung und sie bilden bei aller Differenzierung ein klar ablesbares Gesamtensemble.

Mit Installation des neuen Höchstleistungs-rechners „SuperMUC“ werden nicht nur die Erweiterungsbauten technisch ausgerüstet, sondern auch die Gebäudetechnik im Bestands-gebäude umgebaut und angepasst, um die voraussichtlich erheblich gestiegenen Anschluss-werte für Strom- und Kältebedarf gewährleisten zu können. Um den Energiebedarf des gesamten Campus Garching in Zukunft zu optimieren und Synergien zwischen dem LRZ und den weiteren Einrichtungen der TU-München nutzen zu können, ist es sinnvoll, ein Energiekonzept für gesamten Campus zu entwickeln.

Foto: Basti Arlt